Lasergeräte
Die Wirkungsweise eines Nd-Yag-Festkörper-Lasers beruht auf seiner sehr kurzen Interaktion mit der aufsitzenden
Schmutzschicht. Das Laserlicht wird mit bis zu 30 Impulsen pro Sekunde ausgestrahlt und unter der Voraussetzung einer
ausreichenden Absorption der Oberflächenschicht unmittelbar in Wärmeenergie umgewandelt, wodurch der getroffene Bereich
bis zur Tiefe des eindringenden Laserlichts verdampft. Die Eindringtiefe liegt in diesem Fall im Toleranzbereich von 1 μm.
Die Dampf- und Plasmawolke breitet sich mit hoher Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung zum einfallenden Lichtstrahl aus.
Die hierdurch erzeugte Schockwelle bewirkt das Zerstäuben der oberflächlich aufsitzenden Schmutzschicht. Der zu reinigende Bereich wird
dem "Beschuss" so lange unterzogen, bis das gewünschte, definierte Reinigungsergebnis erreicht ist.
Wird ein reflektierender Untergrund gereinigt, kommt dem Anwender zugute, dass der Laserabtragprozess selbstregulierend beendet wird,
sobald der Untergrund erreicht ist. Auf die lichtabsorbierende, da dunkle Schmutzschicht wirkt das Laserlicht hingegen selektiv ein und reduziert seine Wirkung durch
ein Absinken des aufgenommenen Energiestroms unter die Verdampfungsschwelle, sobald die reflektierende Materialoberfläche freigelegt ist. Die Wärmebelastung
der Oberfläche durch die gepulste Laseranwendung kann hierbei vernachlässigt werden.
Durch den Eintrag im μm-Bereich ist dies eine äußerst schonende Reinigungsmethode,
die für kunsthistorisch wertvolle Figuren, Ornamente, Profile und Flächen aus mineralischem Material prädestiniert ist. Beinahe jeder gewünschte Reinigungsgrad von der
Krustendünnung bis zur gänzlichen Reinigung ist somit möglich. Ersetzt werden hierdurch Reinigungsverfahren mittels Chemie, Granulat und Wasser,
die die Steinsubstanz unkontrollierbar beeinflussen können.
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