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Laserreinigung
Für kunsthistorisch wertvolle Natursteinoberflächen ist die Reinigung mit pulsierender Laserstrahlung das derzeit sowohl schonendste als auch effizienteste Verfahren. Mit unseren Impulslasern sind wir in der Lage, auch unter schwierigen räumlichen Vorausetzungen in kurzer Zeit bestmögliche Reinigungsergebnisse zu erzielen.
Projektbeispiel
Dom zu Aachen - Karlskapelle
Laserreinigung verschiedener Figuren des Aachener Bildhauers Gottfried Götting (1830 - 1849) aus Savonnniéres-Kalkstein anlässlich einer Präsentation des Aachener Doms auf der Expo 2000.
  Marienfigur
Marienfigur
Marienfigur Detail
Marienfigur
Detail
Figur St. Hubertus
Figur
St. Hubertus
Figur Karls des Großen
Figur Karls
des Großen
Kennwerte
 Nd-Yag NL 102 Nd-Yag NL 201
Strahlübertragung:
Gelenkarm
Fokussierung:
Zoomoptik
Impulse (Photonenentladungen):
max. 30 pro Sekunde
Arbeitsgröße des Laserpunktes:
≤ 1 cm
Wellenlänge:
1064 μm
Pulsdauer:
6 Nanosekunden
Flächenleistung: max. 0,1 - 0,25 m²/h max. 0,2 - 0,45 m²/h
Pulsenergie: 300 mJ 1000 mJ
mittlere Leistung: 6 Watt20 W
Wirkungsweise
Lasergeräte
Lasergeräte
Die Wirkungsweise eines Nd-Yag-Festkörper-Lasers beruht auf seiner sehr kurzen Interaktion mit der aufsitzenden Schmutzschicht. Das Laserlicht wird mit bis zu 30 Impulsen pro Sekunde ausgestrahlt und unter der Voraussetzung einer ausreichenden Absorption der Oberflächenschicht unmittelbar in Wärmeenergie umgewandelt, wodurch der getroffene Bereich bis zur Tiefe des eindringenden Laserlichts verdampft. Die Eindringtiefe liegt in diesem Fall im Toleranzbereich von 1 μm. Die Dampf- und Plasmawolke breitet sich mit hoher Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung zum einfallenden Lichtstrahl aus. Die hierdurch erzeugte Schockwelle bewirkt das Zerstäuben der oberflächlich aufsitzenden Schmutzschicht. Der zu reinigende Bereich wird dem "Beschuss" so lange unterzogen, bis das gewünschte, definierte Reinigungsergebnis erreicht ist.
Wird ein reflektierender Untergrund gereinigt, kommt dem Anwender zugute, dass der Laserabtragprozess selbstregulierend beendet wird, sobald der Untergrund erreicht ist. Auf die lichtabsorbierende, da dunkle Schmutzschicht wirkt das Laserlicht hingegen selektiv ein und reduziert seine Wirkung durch ein Absinken des aufgenommenen Energiestroms unter die Verdampfungsschwelle, sobald die reflektierende Materialoberfläche freigelegt ist. Die Wärmebelastung der Oberfläche durch die gepulste Laseranwendung kann hierbei vernachlässigt werden.
Durch den Eintrag im μm-Bereich ist dies eine äußerst schonende Reinigungsmethode, die für kunsthistorisch wertvolle Figuren, Ornamente, Profile und Flächen aus mineralischem Material prädestiniert ist. Beinahe jeder gewünschte Reinigungsgrad von der Krustendünnung bis zur gänzlichen Reinigung ist somit möglich. Ersetzt werden hierdurch Reinigungsverfahren mittels Chemie, Granulat und Wasser, die die Steinsubstanz unkontrollierbar beeinflussen können.